Asylverfahren

Auf Ihrer Flucht lassen Flüchtlinge oft alles zurück. Nur eins kommt mit und wird Sie nie verlassen: Es ist Angst! Schaffen Sie es nach Deutschland, haben Sie Angst ausgewiesen zu werden. Die Angst ist berechtigt, denn die Hürden für ein Asyl sind hoch.

Die erst Hürde ist der Asylantrag. Zuerst werden die Flüchtlinge werden fotografiert und müssen sich Ihre Fingerabdrücke nehmen lassen.

Diese werden mit der EU Datenbank verglichen. Wurde der Flüchtling schon in einem anderen Land wie zum Beispiel Italien, Griechenland, Ungarn, Polen oder Bulgarien, dann muss er dorthin zurück.

Ist der Flüchtling noch nirgendwo erfasst, bekommt er eine Aufenthaltsgestattung. Jetzt beginnt das Asylverfahren.

Wann bekommt man Asyl?

Asyl bekommt ein Mensch, wenn er in seiner Heimat verfolgt wird. Beispielsweise wegen seiner Religion oder aus politischen Gründen.

Weitere Gründe sind, wenn man in einem Krieg getötet werden kann oder wenn eine Folter droht, wird man als Flüchtling anerkannt.

Die Anhörung des Asylverfahrens

Zum Asylverfahren gehört die Anhörung. Bei einer Anhörung muss ein Flüchtling genau schildern, was geschehen ist.

Dabei haben viele Ängste, dass man Ihnen nicht glauben könnte oder dass sie etwas Entscheidendes vergessen. Auch ein schamvolles Schweigen kann alles kaputt machen.

 

Wie lange dauert ein Asylverfahren?

Dann beginnt das warten. Ein Asylverfahren kann Jahre dauern. Asylbewerber dürfen nur sehr eingeschränkt arbeiten und können nicht einfach umziehen.

Viele Leben über Jahre in einer Flüchtlingsunterkunft. Bekommt der Flüchtling Asyl, erhält er einen Flüchtlingspass und eine Aufenthaltserlaubnis.

Die Angst bleibt trotzdem bestehen, denn die Aufenthaltserlaubnis gilt zunächst nur für 3 Jahre. Findet der Flüchtling in dieser Zeit keine Arbeit, droht wieder die Ausweisung.

Erdrückend wird die Angst, wenn der Asylantrag abgelehnt wird. Dann müssen die Menschen zurück in eine ungewisse, vielleicht tödliche Zukunft.

Wer nicht freiwillig geht, wird abgeschoben.

Wann wird ein Abschiebung verschoben?

Manchmal wird die Abschiebung verschoben, weil die Flüchtlinge krank sind oder Papiere fehlen. Sie leben dann im Status der Duldung.

In jeder Minute kann die Abschiebung erfolgen. Morgens, mittags, nachts. Eine extreme psychische Belastung gepaart mit Angst.

Dann geht es zum Flughafen und zurück ins Heimatland. Mit dieser Angst muss ein Flüchtling im vermeintlich sicheren Deutschland leben.

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