Abschiebung Deutschland

Sie sind auf der Suche nach Informationen zum Thema Abschiebung? Dann sind Sie hier genau richtig! Wir haben auf dieser Informationsseite alles zusammengefasst, was Sie interessieren könnte. Egal ob Gründe für eine Abschiebung, der Ablauf einer Rückführung, Kosten oder ganz spezielle Fragen. Hier finden Sie alle Antworten auf Ihre Fragen!

Was passiert bei einer Abschiebung?

Bei einer Abschiebung wird der Flüchtling zurück in sein Heimatland geschickt.

Das kann aus unterschiedlichen Gründen passieren. Er wird beispielsweise morgens, mittags oder sogar Nachts von der Bundespolizei und Mitarbeitern der Behörde für Migration abgeholt.

Die Fahrt geht direkt zum nächstgelegen Flughafen. Dort werden dann Reisepass, Visum, Abschiebeanordnung und weitere Dokumente, sowie die körperliche Verfassung des Flüchtlings kontrolliert.

Sollte es ab diesem Zeitpunkt keine weiteren Einwände für eine Rückführung geben, wird der Asylant zurück in sein Heimatland geflogen. Wie die Rückführung abläuft, finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

abschiebung deutschland

Der Ablauf

Der Ablauf besteht aus sechs Schritten und wird vom der Landespolizei durchgeführt.

abschiebung deutschland

Die Gründe

Es gibt fünf verschiedene Gründe, warum ein Asylbewerber zurück in sein Heimatland muss.

abschiebung deutschland

Die Kosten

Die Kosten für eine Rückführung sind sehr hoch. Wer genau bezahlt eine Rückführung?

Fragen zur Abschiebung in Deutschland

Wer entscheidet über eine Abschiebung?

Über eine Abschiebung entscheidet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), sowie die Ausländerbehörden.

Die BAMF ist eine zentrale Migrationsbehörde, die für ganz Deutschland zuständig ist.

Eine Ausländerbehörde ist nur für einen bestimmten Landkreis zuständig. Beide Behörden arbeiten Hand in Hand. Das letzte Wort hat aber dann das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Wer organisiert eine Abschiebung?

Die Abschiebung wird immer vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) organisiert. Sollte nach dem rechtskräftigen Beschluss der Flüchtling nicht freiwillig ausreisen, droht die Rückführung durch einen Mitarbeiter der Ausländerbehörde und der Bundespolizei.

Der Mitarbeiter der Ausländerbehörde wird von der BAMF über die Rückführung informiert. Zusammen mit der Bundespolizei wird der Flüchtling dann abgeholt und zum nächsten Flughafen gebracht.

Der abgelehnt Asylbewerber wird am Flughafen anschließend der Landespolizei übergeben. Diese begleiten den Flüchtling dann durch Prüfung bis ins Flugzeug.

In schwerwiegenden Fällen reisen die Polizisten mit bis ins Heimatland.

Wie lange dauert eine Abschiebung?

Wie lange und wie schnell eine Rückführung dauert, liegt an drei Faktoren:

  1. fehlende Papiere
  2. Witterungsgründe
  3. Gesundheitszustand

In der Regel sind es 30 Tage nach dem Urteil. Jedoch werden alle drei Faktoren berücksichtigt. Bei fehlenden Papieren wie Reisepass kann es länger dauern.

Das ist natürlich nicht ungewöhnlich, da 73 % keine Identitätsdokumente haben. Bundesländer wie Schleswig-Holstein, schieben generell Flüchtlinge nicht im Winter ab.

Sollten Krankheiten vorliegen, findet eine Abschiebung auch nicht so schnell statt.

Wie kann man eine Abschiebung verhindern?

Wenn ein Asylantrag abgelehnt wird, sollte sofort ein Anwalt oder Beratungsstelle aufgesucht werden. Diese helfen mit einer Klage beim Verwaltungsgericht.

Dieses prüft dann, ob die Entscheidung der BAMF gerechtfertigt ist. Es kommt jedoch häufig vor, dass ein Ausländer aus anderen Gründen nicht sofort abgeschoben wird.

Das kann durch fehlende Identität, Reiseunfähigkeit und dringenden persönlichen Gründen passieren (Ausbildung, Operation). Eine Heirat ist nach rechtskräftigem Urteil, die einzige Möglichkeit für immer in Deutschland zu bleiben.

Wer kann bei einer Abschiebung helfen?

Es gibt verschiedene Gründe für eine Abschiebung. Diese Gründe bestimmen eine Klagefrist, in der die Klage spätestens eingereicht werden muss.

Hierfür sollten sich Betroffene direkt an einen Anwalt für Migrationsrecht wenden. Die Fristen sind relativ eng, daher sollten Sie keine Zeit verlieren.

Die Frist beträgt nur eine Woche, wenn er „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt wird. Bei „(einfach) abgelehnt“ beträgt die Frist zur Klage zwei Wochen.

Der erste Schritt wäre es, einen Antrag zu stellen, damit die mögliche Rückführung erst nach dem Verfahren möglich ist.