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Abschiebung in Deutschland

Ablauf, Kosten, Gründe und mehr!

Abschiebung in Deutschland

Alle Informationen von A-Z!

Abschiebung Deutschland

Was bedeutet Abschiebung? Von einer Abschiebung spricht man, wenn ein Flüchtlinge zurück in sein Heimatland muss.  Die Ausreisepflicht wird dem Flüchtling in der Regel 4 Wochen vor der Abschiebung mitgeteilt. Er bekommt natürlich zuerst die Möglichkeit Deutschland freiwillig zu verlassen. Dafür wird ihm ein Flugticket, sowie ein Betrag von ca. 300-700€ angeboten.

Dieses Geld soll ein Anreiz sein, das Land freiwillig zu verlassen und den Start im Heimatland zu erleichtern. Sollte der abgelehnte Asylbewerber dieses Angebot nicht annehmen, kommt es zur Zwangsmaßname, die als Abschiebung bekannt ist. Juristisch gesehen ist eine Rückführung dasselbe wie eine Abschiebung. Es wurde erfunden, um es angenehmer klingen zu lassen und harmloser zu umschreiben.

Abschiebung

Was passiert bei einer Abschiebung?

Bei einer Abschiebung wird ein Flüchtling zurück in sein Heimatland geschickt. Das kann aus unterschiedlichen Gründen passieren. Er wird beispielsweise morgens, mittags oder sogar Nachts von der Bundespolizei und Mitarbeitern der Behörde für Migration und Flüchtlinge abgeholt. Die Fahrt geht zum nächstgelegen Flughafen. Dort werden dann Reisepass, Visum, Abschiebeanordnung und weitere Dokumente, sowie die körperliche Verfassung des Flüchtlings kontrolliert. Sollte es ab diesem Zeitpunkt keine weiteren Einwände für eine Rückführung geben, wird der Asylant zurück in sein Heimatland geflogen. Wie die Rückführung abläuft und was tatsächlich passiert, finden Sie hier!

Wer entscheidet über eine Abschiebung?

Über eine Abschiebung entscheidet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), sowie die Ausländerbehörden. Die BAMF ist eine zentrale Migrationsbehörde die für ganz Deutschland zuständig ist. Eine Ausländerbehörde ist nur für einen bestimmten Landrkeis zuständig. Beide Behörden arbeiten Hand in Hand. Das letzte Wort hat aber dann das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Abschiebung Kosten

Was kostet eine Abschiebung?

Eine freiwillige Rückkehr ist wesentlich günstiger als eine Abschiebung. Der Grund dafür ist der hohe Personalaufwand. Zu den Polizisten kommen noch Dolmetscher und medizinisches Personal. Weitere Kosten entstehen zudem durch die Vorbereitung. Wie hoch die Abschiebungskosten sind, kann nicht pauschal gesagt werden. Im Durchschnitt beträgt die Rückführung in einem Linienflug pro Flüchtling ca. 20.000 – 70.000 Euro. Wenn dafür extra ein Flugzeug für den Transport gemietet wird, kommen ca. 250.000 Euro dazu! Für Rückführungen ins osteuropäische Ausland liegen die Kosten zwischen 5.000 – 7,000€.

Wer zahlt für Abschiebungen?

In Paragraf 66 des Aufenthaltsgesetzes heißt es: „Kosten, die durch die Durchsetzung einer räumlichen Beschränkung, die Zurückweisung, Zurückschiebung oder Rückführung entstehen, hat der Ausländer zu tragen.“ Trotzdem bleibt der Staat meistens auf den Kosten sitzen, da er das Geld vorlegt. Rund 98 % der Abschiebekosten wird nicht zurückgezahlt. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex zahlt jedoch den Großteil der Rückführung. Das klingt für den Steuerzahler erst einmal beruhigend, ist es aber nicht. Die Agentur wird nämlich von Deutschland mitfinanziert.

Wer organisiert eine Abschiebung?

Die Abschiebung wird immer vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) organisiert. Sollte nach dem rechtskräftigen Beschluss der Flüchtling nicht freiwillig ausreisen, droht die Rückführung durch einen Mitarbeiter der Ausländerbehörde und der Bundespolizei. Der Mitarbeiter der Ausländerbehörde wird von der BAMF über die Rückführung informiert. Zusammen mit der Bundespolizei wird der Flüchtling dann abgeholt und zum nächsten Flughafen gebracht. Der abgelehnt Asylbwerber wird am Flughafen anschließend der Landespolizei übergeben. Diese begeleite den Flüchtling dann durch Prüfung bis ins Flugzeug. In schwerwiegenden Fällen, reisen die Polizisten mit bis ins Heimatland.

Sie wollen wissen wie eine Abschiebung abläuft? Wir erklären Ihnen die 5 Schritte der Rückführung und was genau passiert. Von der Entscheidung bis zum Flug zurück in die Heimat. Hier finden Sie alle Schritte zum Ablauf der Rückführung!

Abschiebung gründe

Abschiebung Gründe

Es gibt mitlerweile viele verschieden Gründe, warum ein Flüchtling wieder abgeschoben wird. Wir erklären Ihnen auf dieser Seite die wichtigsten Gründe und erklären Ihnen ausführlich warum diese Gründe zur Abschiebung führen!

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Abschiebung Blog

Auf unserem Blog finden Sie regelmäßig neue Beiträge zum Thema Rückführung von Flüchtlingen. Zudem finden Sie Beiträge zum Asylverfahren, dem Zuständigkeitsbereich der Behörde für Migration und Flüchtlinge und mehr!

Wie lange dauert eine Abschiebung?

Wie lange und wie schnell eine Rückfuhrung dauert, liegt an drei Faktoren: Fehlende Papiere, Witterungsgründe und dem Gesundheitszustand. In der Regel sind es 30 Tage nach dem Urteil. Jedoch werden alle drei Faktoren berücksichtigt. Bei fehlenden Papieren wie Reisepass, kann es länger dauern. Das ist natürlich nicht ungewöhnlich, da 73% keine Identitätsdokument haben. Bundesländer wie Schleswig Holstein, schieben generell Flüchtlinge nicht im Winter ab. Sollten Krankheiten vorliegen, findet eine Abschiebung auch nicht so schnell statt.

Wie kann man eine Abschiebung verhindern?

Wenn ein Asylantrag abgelehnt wird, sollte sofort ein Anwalt oder Beratungsstelle aufgesucht werden. Diese helfen mit einer Klage beim Verwaltungsgericht. Dieses prüft dann, ob die Entscheidung der BAMF gerechtfertigt ist. Es kommt jedoch häufig vor, dass ein Ausländer aus anderen Gründen nicht sofort abgeschoben wird. Das kann durch fehlende Identität, Reisunfähigkeit und dringenden persönlichen Gründen passieren (Ausbildung, Operation). Eine Heirat ist nach rechtskräftigem Urteil, die einzige Möglichkeit für immer in Deutschland zu bleiben.

Wer kann bei einer Abschiebung helfen?

Es gibt verschiedene Gründe für eine Abschiebung. Diese Gründe bestimmen eine Klagefrist, in der die Klage spätestens eingereicht werden muss. Hierfür sollten sich Betroffene direkt an einen Anwalt für Migrationsrecht wenden. Die Fristen sind relativ eng, daher sollten Sie keine Zeit verlieren. Die Frist beträgt nur eine Woche, wenn er „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt wird. Bei „(einfach) abgelehnt“ beträgt die Frist zur Klage zwei Wochen. Der erste Schritt wäre es, einen Antrag zu stellen, damit die mögliche Rückführung erst nach dem Verfahren möglich ist.